Getreide ist gesund. Eine kleine Lektion
in Getreidekunde.
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Getreidekunde

Buchweizen

besitzt einen hohen Mineralstoffgehalt und die Vitamine B, E. Buchweizen ist reich an der Aminosäure Lysin, die wichtig für den Knochenbau ist. Da Buchweizen kein Klebereiweiß besitzt ist er für eine glutenfreie Ernährung für Zöliaki-Kranke geeignet. Verwendung: Pfannkuchen, Bratlinge, Klöße, Kuchen, gekocht als Beilage, geröstet fürs Müsli.

Gerste

ist eine der ältesten Kulturpflanzen und enthält wichtige Vitamine und Mineralien wie Calcium, Eisen und Phosphor. Gerstenmehl wird zum Backen anderer Mehlen beigemischt. Gerste ist leicht verdaulich und eignet sich sehr gut für vollwertige Gerichte. Verwendung: Suppen, Brei, pikante und herzhafte Aufläufe.

Grünkern

ist Dinkel, der in der Milchreife geerntet wird. Die Körner sind dann noch grün, weich und sehr feucht. Sie werden in Trockenanlagen geröstet. Aufgrund der Hitzeeinwirkung ist der Grünkern nicht mehr keim- und backfähig. Er ist sehr gut verdaulich. Verwendung: Bratlinge, Aufläufe, Suppeneinlage, Brotaufstrich, gekocht als Beilage.

Weizen

zählt zu den ältesten Kulturpflanzen und ist das bedeutendste Brotgetreide der Erde. Er enthält die wichtigen Vitamine B1, B2, B6 sowie Karotin, Kalium, Magnesium und Kieselsäure. Zum Backen ist Weizen durch seinen hohen Anteil an Eiweiß gut geeignet. Verwendung: Brot, Brötchen, Kuchen, Teigwaren, Müsli, süße und pikante Aufläufe, gekeimt.

Hirse

war bei uns bis ins 19. Jahrhundert als Breigetreide ein bedeutendes Nahrungsmittel. Sie wurde später von der Kartoffel und dem Reis verdrängt. Hirse enthält viel Kieselsäure, Eisen und Fluor. Sie ist leicht verdaulich und ein wichtiger Bestandteil für eine glutenfreie Kost. Verwendung: Suppe, Brei, süße und pikante Aufläufe, Bratlinge, Pfannkuchen.

Roggen

enthält viele B-Vitamine und Mineralien wie Kalium, Phosphor, Fluor, Kieselsäure, Calcium und Eisen. Da Roggen kaum Kleberanteile enthält, reicht Hefe als einziges Triebmittel nicht aus. Sauerteig oder Backferment sind notwendig für ein gutes Backergebnis. Verwendung: Brot, Brötchen, Suppen, pikante und herzhafte Aufläufe.

Hafer

besitzt einen hohen Fettgehalt, wertvolles Eiweiß und viele Vitamine und Mineralien. Sein hoher Anteil an ungesättigten Fettsäuren hat positiven Einfluss auf den Cholesterinspiegel und die Blutfettwerte. Zum Backen kann Hafermehl mit Weizen- oder Roggenmehl gemischt werden. Verwendung: Müsli, Brei, Kekse, pikante Aufläufe, Bratlinge.

Dinkel

wurde in den letzten Jahrzehnten wieder entdeckt. Wegen des nussigen Aromas ist Dinkel nicht nur zum Brot- und Brötchenbacken, sondern auch für Kuchen und Feingebäck bestens geeignet. Bei Allergien auf Weizenprotein sind Gerichte aus Dinkel eine verträgliche Alternative. Verwendung: Brot, Brötchen, Kuchen, Feingebäck, Nudeln, Müsli, Pfannkuchen, Bratlinge.